Dienstag, 25. Februar 2014

Kleiderschrankanalyse: Lieblingsstücke und modische Fehlgriffe

 Der Schrank hängt voller Kleider, theoretisch könnte man jeden Tag ein neues originelles Outfit zusammenstellen, aber irgendwie greift man doch meistens zu den selben Lieblingsstücken. Schon tausend Mal gehört? Ich habe dieses Phänomen einmal analysiert. Was haben meine Go-To Stücke nur, was die anderen nicht haben? Was trage ich am meisten? Was würde ich noch einmal kaufen? Und warum sind manche Kleidungsstücke so unbeliebt?

Um mein Anziehverhalten besser zu verstehen habe ich meine Kleider in zwei Kategorien eingeteilt: Was trage ich am meisten? Was trage ich nur sehr selten? Dabei achte ich auf Farben und Material. Bei den ungeliebten Kleidungsstücken versuche ich außerdem zu erklären, was genau mir daran nicht gefällt. Normalerweise sortiere ich einfach aus, was ich länger nicht getragen habe, suche bei diesen Sachen aber nicht nach einem System. Die neue Methode hilft dabei, grundsätzliche Fehler im Shoppingverhalten aufzudecken und sie in Zukunft zu vermeiden. Los geht's!

1. Was trage ich nur sehr selten? Warum?
  • Bluse mit Vogelmuster von Gap: Die Bluse ist zu lang geschnitten und die Farbkombination aus rot und gebrochenem weiss macht mich sehr blass.
  • Zopfmusterpullover von Mint&Berry: Die Qualität ist unterirdisch. Nach nicht einmal einem halben Jahr guter Pflege und sparsamen Tragens hat sich die Farbe von creme zu schmutzig grau-braun verändert. Die Zusammensetzung aus Wolle und Kunstfaser pillt entsetzlich und fühlt sich unangenehm auf der Haut an. Der Bund rutscht beim Tragen sehr weit hoch und bauscht sich unvorteilhaft um die Hüfte.
  • Schnürschuhe von Zign: Der Schuh ist sehr hart und scheuert an der Ferse. Die Sohle hat sich ungewöhnlich schnell abgelaufen und nach kurzer Zeit hat sich eine hässliche Gehfalte gebildet.
  • Cashmere Cardigan von Zara: Der Cashmere pillt sehr stark. Der Schnitt ist zu lang und so eng, dass man den Cardigan gar nicht richtig schließen kann. Ich trage ihn nur noch zuhause.
  • Slipper von Zara: Die Schuhe bestehen quasi nur aus Polyurethan. Darin - eklig aber wahr - bekommt man sehr schnell Schwitzfüße. 
  • Feincordhosen von Benetton: Ich habe die Hose gleich zweimal in unterschiedlichen Farben gekauft. Bei beiden Hosen ging nach kurzer Zeit der Reißverschluss kaputt, weil er nicht sorgfältig eingenäht war.
  • Röcke: Ich fühle mich in Röcken unwohl. Punkt. Vermutlich wird das auch immer so bleiben.
  • Schluppenbluse von H&M: In Schnitt und Farbe eigentlich toll, aber dieses Material! Es lädt sich statisch auf und klebt dann am Körper. Als ich die Bluse sehr vorsichtig unter Verwendung eines schützenden Tuches aufgebügelt habe, haben sich zwei Löcher in den Stoff gebrannt/geschmolzen - durch das Tuch zwischen Bügeleisen und Bluse! Nie mehr möchte ich Polyester kaufen!
  • bunte Farben: Auch wenn farbenfrohe Kleidung noch vor einem Jahr meinen Stil quasi ausgemacht hat, mag ich das heute gar nicht mehr. Ich fühle mich darin unwohl und sehe ungemein kindlich und blass aus. 
  • Schmuck: Ich fühle mich seit jeher schnell überschmückt. Ich mag es auch nicht, wenn irgendetwas an mir klappert oder klirrt. Am liebsten trage ich schlichten, klassischen Schmuck, der sich nicht in den Vordergrund drängelt.
2. Zu welchen Kleidungsstücken greife ich am liebsten?
  • Pullover aus Cashmere in creme und grau von Witty Knitters
  • Pullover aus Wolle in schwarz und marineblau von Benetton
  • weißes Kurzarmtop von Zara
  • Jeans von Tommy Hilfiger und Levis
  • Skinny Hosen in khaki, schwarz und dunkelgrün von Zara
  • marineblauer Blazer von Gant
  • Mantel in camel von Benetton
  • Oxfordblusen in blau und weiss von Benetton
  • Ballerinas von Pretty Ballerinas
  • Penny-Loafer von Sebago
  • Trenchcoat von Ralph Lauren
  • Tücher aus Baumwolle, Kaschmir und Seide z.B. von Closed oder Allude
  • Tote Bags von Longchamp
  • Speedy 35 von Louis Vuitton
  • Strumpfhosen von Wolford
  • Sonnenbrille von Rayban
  • Perlenohrstecker von Christ
  • Kette mit Herzanhänger von Tiffany&Co.
  • Uhr von Emporio Armani
Mein Fazit: Es lohnt sich einfach, in hochwertige Kleidung zu investieren und auf gute Qualität und vorteilhafte Schnitte zu achten. Das ist jetzt kein überraschendes Ergebnis, es hilft mir aber, in Zukunft besser auf mein Kaufverhalten zu achten. Ich kaufe mir zum Beispiel nur noch Schuhe aus Leder, stöbere nicht mehr ziellos bei Zara, wenn ich eigentlich gar nichts kaufen möchte und mache keine Kompromiss-Käufe mehr. Und: Ich betrachte meine morgendliche Kleiderschrank-Routine nicht mehr als Fluch, sondern als Segen. Ich bin nicht zu faul um kreativ zu sein, sondern habe einfach nur ein besseres Gespür dafür entwickelt, was mir steht und zu mir passt. Und mal ehrlich: Mit dem Tag lässt sich so viel mehr anfangen, als das originellste Outfit zu finden!








Kommentare:

  1. Was für ein toller Bericht!!! Mir geht es nämlich ähnlich.... Warum habe ich mir nur einen Pullover aus dem Primark gekauft, welcher nach 1x Waschen furchtbar aussieht und mir überhaupt nicht steht? Natürlich gibt es auch Kleidungsstücke die bezahlbar sind und eine gute Qualität haben aber ich investiere auch gerne etwas in zeitlose Stücke. LG Anna

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  2. Meine Mutter sagte schon immer: "kauf nicht so viele billige Einzelteile, die schlechte Qualität haben und unflexibel in der Kombination sind, sonder lieber ein/zwei qualitative Klassiker.."
    Inzwischen verstehe ich zu gut, was sie mir damals vermitteln wollte!!

    Schöne Beitrag, Seeperlen!!

    Grüße aus München,
    Daniela

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  3. Ich habe mir neulich einen Fusselrasierer gekauft - kann ich wirklich empfehlen und bewahrt den ein oder anderen Pullover vor der Entsorgung!

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  4. Ich finde es sehr schade, dass sich dein Stil so gewandelt hat. Ich mochte deinen Blog, weil er so anders war - momentan ist er recht 08/15. Die Farben haben dich nicht kindlicher, sondern lebensfroher gemacht. Jetzt wirkt dein Stil oft aufgesetzt, wie ein Versuch um jeden Preis erwachsen werden zu wollen, zumindest "kleidungstechnisch".

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  5. Also, wenn Kathrins Stil 08/15 sein soll, dann würde ich die anderen Blogs, auf denen dieser Stil gezeigt wird, ebenfalls sehr gern lesen! Farbvorlieben wechseln, mit den Jahreszeiten (nicht zuletzt wegen der eigenen Hautfarbe) und auch mit den Bedürfnissen im täglichen Leben!

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  6. Könntest Du uns wohl Deine Tüchersammlung einmal etwas genauer zeigen, sie sieht sehr vielversprechend aus!
    Liebe Grüße
    Anonyma

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  7. Benetton, Zara, Tommy Hilfiger sind nicht gerade eine neue große Erkenntnis. Ralph Lauren, Louis Vuitton, RayBan, Longchamp sind zwar klassisch, aber auch nicht gerade revolutionär.
    Aber darum geht es ja auch nicht. Ich fand den früheren Stil einfach indivueller und persönlicher. Momentan könnte es auch der Modeartikel einer x-beliebigen Zeitschrift sein.

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  8. Ich mag deinen Blog sehr und freue mich immer über neue Einträge und Anregungen! :-)

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  9. Liebe Kathrin, ich persönlich finde es mehr als schade, dass dein Stil so grau-brau-schwarz geworden ist. Ich liebte deine farbenfrohen Preppy-Outfits und habe mir da so manche Anregung geholt. Mit "kindlich" hatte die Farbwahl bestimmt nichts zu tun. Ich selbst bin 47 und kleide mich in diesem farbenfrohen Look. Da die Materialien und Schnitte klassisch sind, sind die Farben auch gar kein Problem. Seit ich diesen Look trage, habe ich schon oft Komplimente bekommen, da er eben so anders ist. Dass sich die Geschmäcker im Laufe der Zeit ändern, ist schon klar. Wenn du dich nun so wohler fühlst, müssen wir Blog-Leserinnen das wohl so hinnehmen. Liebe Grüße, Andrea

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  10. Liebe Katrin, endlich wieder ein Lebenszeichen von dir. Es macht wirklich Spaß deinen Blog zu lesen, du hast neue Ideen und es ist schön diese zu lesen. Viele bekannte Modeblogs funktionieren alle nach dem gleich oder ähnlichem Prinzip. Da ist es wirklich erfrischend solch einen Post wie diesen hier zu lesen.
    Hoffentlich schaffst du es in nächster Zeit häufiger zu bloggen.

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  11. Deine Entwicklung bzgl der Farbwahl kann ich zum Teil nachvollziehen.. Kindlich war er jedoch nie!! Sarah (KJP) von "classy girls wear pearls" tut es ja auch nicht ;)
    Über häufigere Blog-Post würde auch ich mich sehr freuen. Bin eine ganz treue Leserin!!!

    Mich würde z.B ein Beitrag über deinen Schreibtisch/Arbeitsplatz sehr freuen..

    Liebe Grüße

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  12. Es fehlt ein wenig der P(r)ep

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    1. Passender hätte man es wohl nicht ausdrücken können ;)

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  13. Ich finde dich nach wie vor - "classy & stilvoll" - bitte weiter so und viele neue Outfit-Fotos! ;-)
    Herzliche Grüße

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  14. Du entwickelst dich weiter - deine Leser entwickeln sich weiter... und manchmal eben nicht in die gleiche Richtung.
    Mach auf jeden Fall weiter so und wir würden uns alle über mehr Posts freuen!!!

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  15. Ich liebe deinen Blog nach wie vor und freue mich immer über neue Beiträge. Allerdings fand ich deine früheren, farbenfrohen Outfitposts immer wunderbar und kein bisschen kindlich und vorallem sehr inspirierend. Habe mir ehrlich gesagt das ein oder andere Outfit nachgekauft oder zumindest abgeguckt. Von daher fände ich einen totalen Wandel im Kleidungsstil sehr schade. Nichtsdestotrotz gefallen mir auch deine neuen Outfits. Bin gespannt was du dir so für das Frühjahr kaufen wirst.
    Weiter so!!!! Julia

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  16. Ich freue mich auch schon sehr auf einen Seeperlen-Frühling und Deine März-Favoriten!!

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  17. Leider geht es mir auch, wie manchen Leserinnen...ich finde, dein Stil ist ein wenig langweilig geworden. Die bunten Farben machten deinen Stil so besonders...seit du die Uni beendet und mit deinem Freund zusammengezogen sind, wirkt es, als müsstest du dich so erwachsen wie möglich kleiden. Wenn es dir gefällt ok, aber schade, weil es vorher viel individueller war.

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  18. Langweilig und altbacken...schade.

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  19. Ich verstehe auch nicht so ganz, warum du meinst, mit bunten Klamotten würdest du kindlich aussehen? Weil du dazu noch klein und schlank bist? Oder sagt das dein Freund? Genau diese Farben machen ja den sogenannten Preppy Look aus! Ich bin in letzter Zeit gar nicht mehr so oft auf deinem Blog/Instagram gewesen und durch meine Vorredner weiß ich auch, woran es liegt...schade...aber ich denke, der Frühling und der Sommer kommen ja erst noch, vielleicht kommen dann auch wieder die tollen Farben hinzu. Mit Anfang 20 muss man ja noch nicht wie 40+ rumlaufen...es wäre auch schön, wenn du auf all die vielen Kommentare Stellung beziehst, vielen Dank und liebe Grüße

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